Und wieder was von STF-Records aus Mülverstedt. Das Label hat zum Ende des Jahres 2010 einige Veröffentlichungen rausgebracht, zu denen auch das hier vorliegende Debüt-Album der Band GINGER RED gehört.
Das Cover lässt mich schon schlimmes ahnen. Zu viel gekünstelt, zu viel ´80er Cold-Rock und wenn ich dann noch das Bandfoto sehe, dann schauen mich da vier Mittelschichtmänner an, von denen maximal einer den Eindruck macht als ob der Rock sein Leben ist. Die anderen sehen aus wie die ganz normalen Leute von nebenan. Uninteressant und nicht weiter wichtig.
Vielleicht können die Jungs ja wenigstens Musik machen, wenn sie schon von den anderen Sachen nicht so viel verstehen.
Musik kommt tatsächlich aus den Boxen. 10 Songs plus Intro gibt es. Der erste Song nennt sich gleich “Odins Hall“ und lässt mich schon an irgendwelche Paganmetal-Bands denken, aber weit gefehlt. Hier gibt es ganz klassischen Hardrock / Rock. Der Song “Odins Hall“ klingt immerhin ganz ordentlich, passt aber nicht zum Titel. Da erwartet man was Böses und was da aus den Boxen kommt ist nur ein ganz klein wenig böse. Eigentlich ist man ja ganz lieb, oder?
Ja, lieb und glatt produziert das ist GINGER RED! Die weiteren Songs verflachen dann immer mehr und erinnern mal an die Scorpions und mal an den Soundtrack von schlechten ´80er Jahre Filmen. Belanglos und uninteressant. Textlich ist das auch nicht besser wobei insgesamt keine Komplettausfälle zu verzeichnen sind.
GINGER RED sind wirklich nur was für Fans des ´80er Jahre Hardrock der kommerziellen Sorte. GINGER RED leben musikalisch zwischen Samantha Fox, Kuschelrock, Strandbuggys und schlimmen Frisuren. Jeder der das jetzt gruselig findet, sollte einen ganz großen Bogen um die Band machen.



