Ich muss gestehen, dass mich das dritte Album „In der Kantine gab es Bohnen...“ des jungen Berliner Solokünstlers TOMAS TULPE beim ersten anhören gar nicht angesprochen hat. Die Schüttelreime der 14 Songs auf TRIO ähnlichen Muckensound mit `nen Schuss Electro – Trash waren einfach nicht in der Lage meine Lederhaut zu durchdringen.
Zu NDW – Zeiten wären diese Songs sicherlich zwischen HUBERT KAH, DÖF, UKW, der ERSTEN ALLGEMEINEN VERUNSICHERUNG und eben TRIO in der ZDF – Hitparade gelaufen und das Album hätte sich Millionenhaft verkauft. Aber das war vor genau 35 Jahren, 1982 und eben nicht 2017 !
Dazu die unvorteilhaften Fotos von TOMAS TULPE auf und im Digipack, mit Tennissocken, Sandalen, kurzer Hose und immer am Grinsen mit weit geöffneten Mund.... nee, das sieht mehr als Scheiße aus, da hilft auch der gute Albumtitel „In der Kantine gab es Bohnen...“ mit entsprechender Visualisierung der Folgen auf dem Digipack – Cover nicht.
Aber ich hab es ja schon öfters erlebt, dass sich meine Meinung nach dem zweiten, dritten, vierten Mal hören doch nochmal ändert... oder auch nicht... in diesem Fall war es aber so... ja ich muss gestehen, dass ich mittlerweile dieses Album abfeiere !!!
Diese einfache, aber auch melodische Minimalmucke ist inzwischen durch mein Bindegewebe und den Faszien bis in die Blutbahn durchgedrungen. Und ich überrasche mich sogar selber dabei, diese „billigen“ Texte mitzusingen, weil sie halt so primitiv und unkompliziert sind. Die kann sogar ich mir merken und im Auto lassen sie sich wunderbar lauthals mitsingen, hört ja ansonsten keiner ;-)
Diese 37 Minuten können auf jeden Fall der Höhepunkt jeder Party werden oder sie auch sprengen, je nach Laune und Alkoholspiegel ;-)
Volle Punktzahl kann ich trotzdem nicht geben, dafür war der Start dieser Liebesbeziehung zu TOMAS TULPE einfach zu unharmonisch.
Kleine Anekdote zum Abschluss, die ersten beiden Alben von TOMAS TULPE „Hatschi!“ und „Wie wär´s mit Senf ?“ erschienen auf FRANK ZANDERS Label „Zett – Records“ !




