Die vier Kalifornier von FACE TO FACE haben nach fünf Jahren Wartezeit ein neues Album in die Plattenläden und Streamingportale dieser Welt gebracht. Es ist ihr mittlerweile elftes Studioalbum. Es sind vier gestandene Herren, die hier ein Album aufgenommen haben. Vier Männer, die wissen wie es geht. So spielen sie den Punkrock den sie seit Anbeginn der Band gespielt haben. Technisch besser, sauberer produziert, aber musikalisch, dass was sie können. Es gibt hier keine Überraschungen.
Ganz klar, gibt es hier Punkrock, wie man ihn aus der kalifornischen Schule kennt. Melodiös, treibend, jedoch nie zu viel Tempo aufnehmend. Breaks und Chöre sind perfekt gesetzt. Das Spiel jedes einzelnen Bandmitglieds kommt akzentuiert aus den Boxen und auch der Gesang ist gut zu verstehen.
Textlich gibt es ebenfalls bekanntes. Teilweise aus der persönlichen Perspektive geschrieben und teilweise aus der Perspektive eines Betrachters werden besonders die Themen Lüge, Selbstbetrug, Selbstzweifel und (eigene) Motivation angesprochen. Es gibt aber auch Songs, die einen direkt ansprechen und Fragen stellen nach dem Leben, der Existenz und was man daraus macht. Besonders diese Songs, wie z.B. “Ruination, here we come“ zeigen einen großen Blick auf die eigene und die danach gekommene und die dann noch kommenden Generationen.
Trotz der generell gefällig gespielten Songs sind die Texte im Großen und Ganzen düsterer als die Musik vermuten lässt. Das tut der Platte keinen Abbruch, reduziert aber die Tiefe der Songs.
FACE TO FACE haben mit “No way out but through“ ein angenehmes Album veröffentlicht. Ein Album, was wenig Ecken und Kanten hat und gut ins Ohr geht. Es ist eines dieser Alben denen man nichts vorwerfen kann, die aber auch nach mehrmaligem Hören kaum im Ohr zurück bleiben.




