JOYCE MANOR kommen aus Kalifornien und bringen mit “40 oz to Fresno“ ihr mittlerweile sechstes Album heraus. Das Album erschien am 10.06.2022 bei Epitaph. Dieses Label ist immer auch ein Garant für interessante und spannende Musik. Sie machen schon seit Jahren nicht mehr nur ausschließlich Punkrock aber die Veröffentlichungen die über das Label erscheinen sind selten uninteressant.
So bin ich auf JOYCE MANOR aufmerksam geworden. Manchmal reichen diese Informationen um meine neugierigen Lauscher zu reizen.
Die drei Amerikaner stellen auf ihrem neuen Album neun Songs vor. Diese Songs sind vom bekannten Produzenten Rob Schnapf bearbeitet worden, oder viel mehr durch seine Kompetenz aus den Instrumenten auf den Tonträger gekommen.
JOYCE MANOR spielen im positiven Sinne wirklich netten Pop-Punk. Die Melodien sind angenehm, haben manchmal durchaus Potenzial live zu großen Hymnen zu werden und die Produktion ist über jeden Zweifel erhaben. Das Schlagzeug gibt kräftig den Takt vor, die Gitarre hat genug Platz und der Gesang muss sich nur selten gegen die Fraktion der Instrumente durchsetzen. Schön eingerahmt sind die Gesangsparts und passen so, sehr harmonisch in die Songs.
Es kommt alles gut rüber und auch textlich ist das alles stimmig.
So richtig was zu meckern gibt es nicht, aber eben auch nicht so viel wirklich zu loben.
Die Songs hören sich gut weg und bleiben tut wenig. Irgendwie ist das alles nett und passt durchaus alles, aber es hat zu wenig Charakter.
JOYCE MANOR sind zu punkig für Pop und sind zu viel Pop für Punk.
JOYCE MANOR sitzen zwischen den Stühlen, das tun sie selbstbewusst, aber was bleibt letztendlich? Ja, es ist ein gutes, ein angenehmes Album...aber mehr leider auch nicht.




