UBERKID – THEY HATE US IN NEW YORK

Review

UBERKID

THEY HATE US IN NEW YORK

Genre
CD
Label
STF RECORDS
Datum
16.06.2010
Autor
Frank
4 /10

UBERKID kommen aus Berlin und aus Hannover. Berlin kann man ja als Referenz gelten lassen, aber Hannover? Nicht zu Unrecht als die hässlichste Stadt der Welt tituliert, aber durch Lena ( unser Kind in Oslo ) vielleicht gerade deshalb geadelt und nun geltend als Geheimtipp der Kreativen? Na, egal. Hier geht es nicht um Stadtphilosophie. Hier geht es um Musik, um kreativen Krach.

UBERKID existieren seit 2 ½ Jahren und präsentieren mit“ They hate us in New York“ ihren ersten Longplayer. Das ist eine steile Karriere, hätte man vor 2 ½ Jahren angefangen Musik zu machen. Das haben die Jungs jedoch definitiv nicht. Dafür ist die Musik viel zu ausgefeilt.

UBERKID präsentieren auf ihrem Album zwölf Songs die stilistisch eine Melange aus Crossover, soften Screamo, Indie-Rock und einem Hauch Elektro-Punk bestehen. Da kommt Druck rüber, sollte man meinen. Druck kommt definitiv rüber. Man muss UBERKID auch zu Gute halten, dass sie nicht versuchen ein besserer Bullet for my Valentine-Klon zu sein. Allerdings klingt spätestens beim zweiten Hören der heisere, schreiende Gesang etwas zu aufgesetzt. Da ist kein Volumen drin. Das kommt Möchtegern-mäßig rüber. In die Songs werden, mal mehr mal weniger Samples reingedreht. Samples die nach Billigtechno aus dem geklauten Keyboard von Karstadt klingen. Warum diese Samples zu hören sind, weiß kein Mensch. Sie bringen den Songs nichts, außer dass sie einen Break schaffen und einen fragend vor der Anlage stehen lassen. Wenn ich Samples reinmische oder den Sound mit einem Keyboard unterlegen will, dann sollte es zur Musik passen und nicht komplett fremd klingen.

Künstlerischer Anspruch Hin oder Her, dass passt nicht.

UBERKID zeigen auf “They hate us in New York“ durchaus gute Ansätze und haben ihren eigenen Stil, welcher ausbaufähig, aber immerhin vorhanden ist. Keine schlechten Vorzeichen also für eine gute Entwicklung.

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