NASTY – shokka

Review

NASTY

shokka

Genre
CD
Label
Beatdown Hardwear Records / Soulfood
Datum
03.03.2015
Autor
Karsten Conform
8 /10
Deftiger Hardcore, der sich international nicht verstecken muss, findet man in Deutschland sehr selten. Eine dieser wenigen Bands sind NASTY aus dem deutschsprachigen, aber in Belgien liegenden Kelmis, das auf französisch La Calamine ausgesprochen wird und früher Altenberg hieß. Um die Verwirrung perfekt zu machen, von Kemis bis Aachen sind es keine 10Km. Viel mehr konnte ich leider nicht von dem Quartett im Internet herausfinden und Pressematerial gab es auch leider nicht. Aber wenn ich mir die Fotos der 4 Kerle ansehen, dann hätten die 4 NASTYs auch eine Modellkariere starten können, stattdessen spielen sie seit 10 Jahren in vollem Häusen ihren satten kräftigen Hardcore. Gefällt mir, Daumen nach oben. Das die 16 Songs ihres mittlerweile fünften Albums "Shokka" alle zwischen einer und drei Minuten gehen ist klar, Hardcore eben.
Dazu gibt es noch 2 Prologe zu den folgenden Songs, einmal ein Ausschnitt aus dem mittlerweile 30 Jahre alten Kinofilm "Die unendliche Geschichte" (Anm. von mir: habe ich nie gemocht) und zum zweiten eine Aufnahme aus dem Probe- oder Studioraum, als einer der Jungs ein Knöllchen an seinen Vehikel findet. Passend dazu folgt "Politessenhass", einer der beiden deutschsprachigen Songs. Der Song heißt "Phönix" und dazu gibt es auch ein Video
(https://www.youtube.com/watch?v=o6bdFkb4zdQ).
Weitere 9 Songs sind auf Englisch und wer jetzt mitgezählt hat, dem fällt auf das ich von 16 Songs (plus 2 Prologe) gesprochen habe, jetzt aber nur 9+2 Songs erwähnt habe. Leider ist auf diesen Album auch ein Instrumentalsong drauf, der überhaupt nicht zu den Hardcoreknallern passt. Dieses Gitarrengezupfe bei "Interlude" zeigt zwar musikalische Qualitäten, gehört aber nicht auf ein Hardcorealbum ! Desweiteren enden die neuen Songs auf dem Album mit dem zweiten Instrumentalsong "Outro" und der Song zeig auch ohne Text wo bei NASTY der Hammer hängt.
Zum Abschluss gibt es auf "Shokka" noch 3 Livesongs von Ihren älteren Alben. Vom Sound her sind sie okay, aber von den Ansprachen her leider mangelhaft. Klar möchte man Party machen und Spaß haben während eines Gigs, dafür muss man auch die Leute nach vorne ziehen. Aber das sollte man bei einem Livemitschnitt nicht zigmal erwähnen, im Gegenteil das gehört überhaupt nicht auf ein Output.
Ich hab zwar nur ein Download dieses Albums bekommen, aber nach den Bildern vom Digipack und des Booklets, scheint "Shokka" auch von der Publikation erste Sahne zu sein !!!

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